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    PROJEKTE - Interview mit Moneo-Brock
 


Der Panticosa Stein wurde als Fassade für "Tiberius Thermen" in den spanischen Pyrenäen von Huesca entworfen, nahe an der französischen Grenze.
Das neue Gebäude wird an der Quelle des Thermalwassers konstruiert in 1.650 m Höhe auf einer Gletschermoräne, auf drei Seiten kreisförmig umgeben von ca. 3.000 m hohen Berggipfeln.
Das Palacio Terminal wird Thermalbäder, Saunas, ein Café sowie Räume für Behandlungen und Gymnastik in Verbindung mit dem Badebetrieb beherbergen.

Bei Beginn der Arbeiten mussten mit Rücksicht auf die Gebäudeform spezielle Kriterien für die Ausführung und dem Erscheinungsbild der Fassade des Palacio Termal in Panticosa erarbeitet werden Die Zusammenarbeit mit Seves war in diesem Fall unser großes Glück, um die gestellten Anforderungen erfüllen zu können.

Platziert in und an steilen Berghängen hinunter zum Untergrund erscheint das Gebäudevolumen kompakt und robust; es ist nicht schlank, sondern ähnlich einem Block mit seinen 8.500 qm, unterteilt in fünf Etagen, die an manchen Stellen eine Höhe von 11 m erreichen.

Um dieses massive Erscheinungsbild abzumildern, erzielen Dachterrassen auf der horizontalen Ebene und ein Set von "Fassaden-Bändern" auf der vertikalen Ebene eine Auflockerung. Diese Bänder und Terrassen werden sanft eingebunden in geschwungene Linien, um die Bergseite in eine weiche und wasserartige Form einzubeziehen und so der Sprache der Architektur Ausdruck verleihen.

Die Originale der Panticosa Steine von Seves sind da. In wellenförmigen Bändernverwirklichen sie die prinzipielle Formgebung und geben unserem Wunsch entsprechend diesen Bändern Weichheit und Leuchtkraft, mit denen sie die Fassade formen.
Die mit Säure mattierten Steine hatten die Qualität, die wir uns vorstellten. Wir suchten jedoch noch etwas mehr und zwar eine zusätzliche wichtige Eigenschaft in der Fassade, damit Wasser abfließen kann.
Ähnlich der Schindeln in nordeuropäischen oder nordamerikanischen Fassadenkonstruktionen in Holz, suchten wir nach einer überlappende Form, die das Abfließen von starkem Regen und Schnee ermöglicht, der Witterung die vorwiegend in Panticosa herrscht.

Wir griffen die Inspiration des spanischen Architekten auf, der technische Komponenten und Modulareinheiten für Fassaden und Dächer entwickelt hat, die permanent natürlichem Licht ausgesetzt sind, Miguel Fisac. Wir nahmen die Zeichnung des Panticosa Block in Angriff und hielten Ausschau nach einem Produzenten für diesen Entwurf. Unsere ersten Kontakte mit Repräsentanten der Glasindustrie machten uns wenig Hoffnung. Wir erhielten die Auskunft, dass das was wir wünschen, nicht möglich sei. Anforderungen in der Glasproduktion erlaubten es nicht, die hierfür erforderliche Zeit und Arbeit in solch ein Projekt zu investieren, da Unterbrechungen im Produktionsablauf nicht toleriert werden.

Wir hatten endlich Glück, als wir mit Repräsentanten von Vetroarredo in Diskussion traten. Anstatt eine Diskussion abzuwürgen, fanden wir Unterstützung und positive Resonanz und erhielten all die technischen Einzelheiten, um dieses Design in die Realität umzusetzen.
Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden: Die Panticosa Steine formen die Fassade des Palacio Termal und ihr Effekt ist genau der, den wir uns erhofften.

Wir laden alle Leser eine, nach Panticosa zu kommen und das Ergebis aus erster Hand zu bestaunen

Juli, 2007

Jeff Brock und Belén Moneo
MONEO-BROCK STUDIO

www.moneobrock.com
 
 
 
 
     
 
 
Seves glassblock
Seves glassblock website
 
 
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