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SAVI
       
 
Einführung zum „Zyklus von Treffen Architektur & Transparenz“ von Prof. Arch Vittorio Savi.
Showroom Seves glassblock Mailand, 11. Juni 2009




Wir haben uns den Titel der Initiative wohl überlegt. Wir haben das "&" eingefuerht, um die enge Verbindung zwischen der Architektur in ihrer Gesamtheit und der Eigenschaft der Transparenz hervorzuheben. Wir haben auf den Untertitel geachtet („Zyklus von Treffen mit internationalen Projektleitern über das Thema der Architektur“). Zusammenfassend sei gesagt, dass die Abteilung Glassblock des multinationalen Unternehmens Seves in der Tat diesen Zyklus von Treffen in dieser Absicht gefördert hat.

Glassblock steht für Glasbaustein und es mag sein, dass die Entstehung des Namens mit dem Beginn etwa in den Neunzigerjahren des Einzelstücks, des gepressten Glashohlsteins zusammenfällt, in der Glashütte herzustellen und in die Architektur als funktionales und/oder dekoratives Element.

Persönliche Meinung: der aufstrebende Augenblick der Geschichte des Glasbausteins, der dazu bestimmt war, sich bis zum Glassblock zu entwickeln, also dem modernen, zeitgemäßen, aktuellen Produkt, bestens geeignet für dienende und bediente Räume, offene und geschlossene Örtlichkeiten; der aufstrebende Moment, sagte ich, trat ein, als in irgendeinem Pariser Bistro der Wiener Architekt (im Exil in Paris) Alfred Loos sich an Le Corbusier wandte (ein Schweizer, der nach Paris, der Hauptstadt der modernen Construction und der Arts Déco gezogen ist) und ihm anvertraute:...Der bürgerliche Mensch, der im Büro oder in der Werkstatt arbeitet, sollte möglichst viel Tageslicht zur Verfügung haben,  aber es wäre angebracht, dass man ihn nicht an der Arbeit sähe.
L-C spricht diese Worte in Urbanisme (1925) aus und fügt hinzu, dass für Loos die Lösung der Dichotomie sich durch die Anwendung des matten Glases ergibt, durchsichtig, aber opak. Ist das gemäß ihm der Wegbereiter des radikal modernen Baus?

Ab 1925 wird sich LC eher des Glasbausteins als der geschmirgelten Glasscheiben, hauptsächlich des Steins „Nevada“, die er in den großen Glas- und Zementpanels anordnet, in der Folge Glasbaustein, geeignet zum Schließen der Lücken der Struktur des Armierungszements

Obschon er sich von der Poetik Le Corbusiers beeinflussen lässt, verwendet Pierre Chareau den Glasbaustein "Nevada" in erheblichen Mengen, um die Glaspanels zu schaffen, von Eisen umgeben in der "Maison de verre“ – einem Werk, das legendär wird.

Zwischen dem Pan de verre von LC und dem curtain-wall der Architekten des International Style verläuft der fundamentale Unterschied: der eine ist durchsichtig, aber opak, der andere ist „mehr oder weniger“ transparent, gemäß den morphologischen Charakteristika der Rahmen und der Kristallsteine.

Die Glasbausteinindustrie wird sich in der Welt behaupten, vor allem in den Ländern mit rationaler architektonischer Orientierung, trotz des Falls der Transparenz. Der besondere Fall der Eisen- und Glasarchitektur in der erhabenen Version, angeboten von Mies van der Rohe. Immer wird Mies die großen Kristalloberflächen den mäßigen Glasbausteinpanels vorziehen.

Ohne Notwendigkeit, die spannenden Ereignisse nochmals durchzugehen, die den Übergang vom pan de verre zum eigentlichen sistema costruttivo brachten, wie das Maison d’Hermès in Tokyo von Renzo Piano und der Seves (2000), versteht man, wie die Transparenz den Dorn in der Flanke der Produktion und des Einsatzes des Glassblock darstellt.

Und wir sind auch sicher, dass Seves weiß, welche und wie viele sogar metaphorische Wertigkeit es sehen wird durch Übernahme der transparenten Architektur, la trasparente architettura della città e del territorio. Wir sind sicher, dass es den Dorn ziehen, die Herausforderung (und andere Herausforderungen der Produktion) annehmen wird und den Bau von senkrechten, waagrechten, gebogenen, transparenten, fast transparenten (die automatisch leicht erscheinen) Wänden gestatten wird; dies ohne Verzicht auf die anerkannte, traditionelle Qualität des Glasbausteins, sozusagen die Qualität des zwanzigsten Jahrhunderts.

Im Untertitel tönt ein Lob der internationalen Projektleiter an. Missverstehen Sie uns bitte nicht: wahrlich internationale Projektleiter, Autoren, keine Archistars. Etymologisch gesehen haben Autor und aumentare (vergrößern) dieselbe Wurzel: in der Tat vergrößern die Autoren auf möglichst unterschiedliche Weise die Kunst, die Technik, die Forschung des Wohnens. Was die Archistars vergrößern, weiß man nicht recht.

Heute Abend, an diesem schönen Vorsommerabend in der Stadt beleuchten die Autoren Moneo und Brock, Belén und Jeff die Geschichte der Tiberiusthermen von Panticosa, die neulich in den Pyrenäen von Aragon gebaut wurden, ein Werk, das schon einen hervorragenden Platz in der betrachteten Bauweise einnimmt und vollständig aus Glassblock Architektur besteht.

Vittorio Savi   

    Siehe auch:  
  FLAGSHIP STORE  
 
ARCHITEKTUR & TRANSPARENZ
Treffen mit Belén Moneo und Jeff Brock
 
 
 
 
 
     
 
 
Seves glassblock
Seves glassblock website
 
 
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